Spendenaktion „Neue Glocken für die St-Johannis-Kirche“

Seit Advent 1958 sind die Stahlglocken „Kantate“ und „Jubilate“ in unserer St-Johannis-Kirche nun schon im Einsatz. Ein Glockensachverständiger hat empfohlen, sich auf den Guss zweier neuer Glocken einzustellen, denn Stahlglocken aus dieser Zeit (1958) haben etwa eine Haltbarkeit zwischen 60 und max. 80 Jahren. Aus diesem Grund haben wir beschlossen, zwei neue Bronzeglocken gießen zu lassen und bitten deshalb um Spenden für dieses Projekt.

Jeder Euro zählt

Ob 5 Euro, 10 Euro oder mehr – wir würden uns sehr freuen, wenn Sie unser Glocken-Projekt mit einer Spende unterstützen und so zum Erhalt der St-Johannis-Kirche beitragen!

Über Spendergelder in Höhe von 4.000 Euro konnten wir uns während der Feierlichkeiten zu „800 Jahre Kirche Kühlungsborn“ freuen. An dieser Stelle nochmal ein großes Dankeschön an alle Unterstützer!

So viel wurde bereits gespendet (Euro)

Stand: 16.11.2019   Insgesamt werden 50.000 Euro benötigt.

Sie möchten spenden?

Bitte überweisen Sie Ihre Spende auf folgendes Konto:

Kirchengemeinde Kühlungsborn
BLZ: 520 604 10 / Konto: 53 501 31
IBAN DE65 5206 0410 0005 3501 31
BIC GENODEF1EK1
Kennwort: 2 Glocken für Ev. Kirche in Kühlungsborn

Historie der Kirchenglocken der St.-Johannis-Kirche

1495

Inschrift der Glocke: „O rex gloriae, Christe, veni cum pace“ („O König der Herrlichkeit, Christus, komm mit Frieden“)

1916

Aufrufe an die Bevölkerung: „Gold gab ich zur Wehr. Eisen nahm ich zur Ehr.“ Aufforderungen, alle kriegswichtigen Materialien aus Industriemetall und Eisen abzuliefern. Vermutlich werden die Prospektpfeifen der Orgel auch abgegeben.

1917

Erneute Registrierung der Kirchenglocken und deren Einschätzung nach neuen Richtlinien: Gruppe A (ablieferungspflichtig), Gruppe B (mäßiges Kunstwerk), Gruppe C (besonderer Kunstwert). Die älteste und kleinste Bronzeglocke aus dem Jahr 1495 wird als besonderes Kulturgut eingestuft.

5. November 1917

Ablieferung der größten Bronzeglocke.

26. März 1918

Mit der Ausgabe von Brotkarten wird eine öffentliche Bekanntmachung an die Bevölkerung ausgehändigt: Freie Haushaltsgegenstände aus Industriemetall wie Bierkrugdeckel, Gewichte, Fenstergriffe und Türklinken sind als kriegswichtig abzuliefern. Die Abgabe von Gold gilt als vaterländische Pflicht. Gesammelt werden auch Altkleider und Stoffabfälle.

8. August 1924

Kirchgemeinde und Gemeindevorstände von Bruns- haupten und Arendsee rufen zu einer Spendensammlung für den Erwerb einer neuen Kirchenglocke auf.
Der Kostenvoranschlag beträgt 3.300 M bis 3.600 M. Im Oktober 1924 wird die neue Glocke bei der Firma Schilling Söhne in Apolda in Auftrag gegeben und bereits am 6. März 1925 geweiht.

1936

Das nationalsozialistische Deutschland forciert die Vorbereitungen eines neuen Krieges mit seinem Vierjahresplan. Zum Aufrüstungsprogramm gehört die Eingliederung von Altstoffverwertung in die Wirtschaft wie z.B. Abfälle aus Industriemetall, Altpapier, Fellen, Flaschen und Knochen.

8. Mai 1940

Sämtliche Glocken aus Bronze und Gebäudeteile aus Kupfer werden erfasst und auf Anforderung unverzüglich der Rüstungsreserve zugeführt.

1942

Es erfolgt die Ablieferung der beiden großen Glocken.

1950er-Jahre

Nachforschungen nach dem Verbleib der Kirchenglocken auf einem der vielen Glockenfriedhöfe verlaufen ergebnislos.

1958

Die Kirchgemeinde lässt zwei stählerne Glocken in Apolda gießen. Im Advent 1958 werden sie („Jubilate“ und „Kantate“) unter großer Beteiligung der Bevölkerung installiert.

2019

Die Kirchgemeinde erwägt, zwei neue Bronzeglocken gießen zu lassen.