Partnergemeinden

Unsere Partnerbeziehung mit Makanya / Tansania

Besuch bei guten Freunden

Vor Weihnachten war Sarah W., die im Tansaniakreis mitarbeitet zu einem kurzen Besuch bei der Partnergemeinde in Makanya. Im Gepäck hatte sie auch eine Spende für die Kinder. Sie dachte zu Weihnachten – aber die Kindergärtnerinnen dort baten, das Geld lieber im Januar verwenden zu dürfen.
Wegen der vielen Ausgaben am Jahresanfang (Schulgebühren etc.) und weil für die Feiertage auch Geld ausgegeben wurde, ist dann im Januar das Geld sehr knapp, und es wird oft gehungert..Hunger heisst auf Kiswahili „njaa“. Es gibt dort ein Wortspiel – sie nennen den
Januar: Njaanuar (Hunger + Januar) Auch die Kleinen bekommen dann weniger zu essen. Deswegen baten die Kindergärtnerinnen darum das Geld von der Gemeinde Kühlungsborn anstatt für Weihnachtsgeschenke für den Januar zurücklegen zu dürfen, um dann „Uji-Suppe“ für die Kinder zu kochen.

Uji wird aus Wasser, Maismehl und ein wenig Zucker zubereitet. So wurde die eigentlich als Weihnachtsgeschenk gedachte Spende umfunktioniert und hat im Januar einige Not gelindert. Sarah W.selbst hat auch ein wenig Geld für Uji gespendet. Das trinken sie dort gern. Wie auf den Bildern ersichtlich, gingen die Erwachsenen mit gutem Beispiel voran. Die Kinder haben sich, wie die Kindergärtnerinnen und der Pastor Zaburi sehr über den Besuch gefreut.
Inzwischen steht auch ein Wiedersehen fest. Vom 15.09. bis zum 01.10 2019 wird wieder eine ökumenische Begegnungs- und Lernreise in der Gemeinde Kühlungsborn durchgeführt. Eingeladen werden dazu wurden: Pastor Zaburi Fanuel Kissimbo, der Lehrer Elineema Justin Mdoe, die Kindergärtnerin Neema Steven Kingazi mit der Gemeindemitarbeiterin Magreth Willfred Mshana, der katholische Priester Padri Benedicti Filuri Cherumbe und die Schülerin Rukia Allen Mchome(pz)

Tiffany-Glasarbeiten für Tansania

Kurt Engelhardt

Kurt Engelhardt

Vor 40 Jahren hat mein Vater, Kurt Engelhardt aus Siegen in Westfalen, erste Glasarbeiten in Tiffany-Technik angefertigt. Er begann erst mit kleinen Glasfiguren, dann Fensterbilder und später wunderschöne Glaslampen. Damit hat er der Familie, Freunden und Bekannten viel Freude bereitet. Nun ist er fast 91 Jahre alt, aber die Lust an der Gestaltung dieser Glasarbeiten ist noch immer da und
so vergeht kaum ein Tag, an dem er nicht in seiner kleinen Werkstatt sitzt, seine Musik hört, sich über jedes fertige Stück freut und darüber die Beschwerden seines hohen Alters vergisst. Im Sommer 2018 kam die Idee, mit diesem Hobby vielleicht auch Gutes tun zu können. Im Gespräch mit Frau Borchert kamen wir auf den Gedanken, seine Arbeiten an zwei Tagen in der Vorweihnachtszeit in der Pfarrscheune zu verkaufen und den kompletten Erlös dem Kindergarten der Partnergemeinde Makanya in Tansania zu spenden.

v.l.r. Cornelia Leder und Sonja Hillmann bei Verkauf während des Adventsbastelnachmittages

Gesagt, getan. Mein Vater hat in zwei Monaten viele kleine Glasarbeiten gefertigt, die nun von Sonja Hillmann und mir verkauft wurden und einen Erlös von 320 Euro erbrachten. Dieser Betrag kommt nun den Kindergärtnerinnen in Makanya zu Gute.

Er ist sehr glücklich, auf diese Weise, Kindern helfen zu können.

Cornelia Leder

Partnerschaftstreffen Makanya (Tanzania) November 2017

Ein kleiner Erlebnisbericht von Antje Freyler und Matthias Borchert

Wir sitzen im Aufenthaltsraum. Gerade regnet es. Alle Fenster sind geöffnet. Gefühlte 29 Grad und eine hohe Luftfeuchtigkeit umgeben uns. Gedanken sind schwer zu fassen. Eine Fülle von erlebnisreichen Tagen liegt hinter uns. Bald geht es wieder nach Hause. Der Abschied wird uns schwer fallen. Zu intensiv sind die Eindrücke.

Auf der einen Seite die grosse Armut und Einfachheit im Leben der Menschen hier vor Ort. Auf der anderen Seite die Fröhlichkeit, die menschliche Offenheit und Freude um die kleinen Dinge. Aber das nicht genug. Die Menschen hier stecken voller Hoffnung. Und wenn es scheinbar für uns nur Träume sind. Da steht unsere Gruppe aus Antje und Udo Freyler, Sereto (guter Freund und Dolmetscher aus Nairobi) und Matthias Borchert inmitten einer Steppenlandschaft. In der Ferne sehen wir eine kleine Schule (vier Wände, eine Blechdach und Fensterlöcher) und einige Hütten. Hier an dieser Stelle soll eine Kirche entstehen. Man träumt von einem Zuzug und einem vollen Kirchenraum.

Und tatsächlich. Die Taufzahlen in Afrika steigen stetig, so erzählt man uns. Zwei Gottesdienste konnten wir miterleben. Sonntags um 7 Uhr versammelten sich über 500 Christen. Um 10 Uhr dann in Makanya 200 Gottesdienstbesucher. Zeit spielt keine Rolle. Sie wissen, dass sie 2,5 h einplanen müssen. Danach gibt es noch Zeit zum Erzählen. Wenn Gäste da sind, gibt es ein gemeinsames Essen. Die Gemeinschaft, dass Singen und Beten stehen im Vordergrund. (Unsere Vorfahren, die von ihrem Glauben begeistert waren, brachten damals das Evangelium nach Afrika. Vielleicht muss es heute umgekehrt sein.)

Antje Freyler hat perfekt diese Fahrt mit Ihrem Mann vorbereitet. Jeder nahm von Ihnen einen zusätzlichen Koffer und maximales Handgepäck mit. Wer dabei an die Tante aus dem reichen Amerika denkt, der liegt hier völlig falsch. Die Menschen spüren es, ob wir als großzügige Geber kommen, oder als Freunde. Eben als Schwestern und Brüder. Freylers Idee war, ein Kinderfest zu organisieren, mit und für die Kinder etwas zu machen und ihnen etwas Gutes dabei tun. Da wurden schon mal eine Nacht davor fast 100 Luftballons für einen Kindergartenraum aufgeblasen. Ohne die spontane Bereitschaft der Kinder, die von der Strasse in unseren Hof schauten, hätten wir dies nie geschafft.)

Dieses Zusammensein auf Augenhöhe brachte es ein, auch einmal Dinge anzusprechen, die uns
auffielen.

Da waren Dachrinnen, die kein Wasser mehr aufnehmen konnten. Manche Fallrohre führten das Wasser nicht mehr in die richtige Richtung zur Zisterne. Lösungen wurden gefunden und mit unserer Hilfe mancher Notstand beseitigt. Das Geld für die Toiletten, welches wir mitbrachten, wurde sofort praktisch angelegt. Innerhalb der Woche wurden 4 Türen für die zwei Mädchen – und zwei Jungstoiletten fertiggestellt und eingebaut.

In den 8 Tagen Makanya, so wurde es uns immer wieder von Pastor Zaburi und den Mitgliedern des Partnerschaftskreises bestätigt, steht und fällt für sie eine gute Partnerschaft zuallererst durch das gemeinsame Gebet und eine echte Freundschaft. Die alten Vokabel von Geber und Bittsteller sollten überholt sein.

Vielleicht hat einmal der eine oder der andere Leser dieser Zeilen Lust, mit nach Tanzania zu kommen oder auch in unserem Partnerschaftskreis (Auskunft: Antje Freyler 038293 – 473216) mitzuarbeiten. mb

Unsere Partnergemeinde hat einen neuen Pastor

Wir begrüßen Simon Fue und seine Familie

mit Navotha (40 Jahre alt), Innocent (14 Jahre alt), Fredrick (9 Jahre alt), Jerry (7 Jahre alt) und Clara (4 Jahre alt). Sie wohnen in Makanya seit August 2019.

Unsere Partnergemeinde nachhaltig unterstützen

Wofür geben wir der Partnergemeinde in Makanya Geld?

Pastor Zaburi Kisimbo (rechts) übergibt an Ritha das Geld

Das war die Frage bei der letzten Sitzung des Tansaniakreises. Wert wird von den Mitgliedern immer darauf gelegt, dass Ausbildungen unterstützt oder Projekte gefördert werden, die sich nachhaltig auswirken. So bekommt Ritha (siehe Bild) 60 €, damit sie im März in die 2. Stufe der weiterbildende Schule einsteigen kann. Auch für den jährlichen Internetzugang der Gemeinde, für die „Chama“, einem Verein, der Frauen mit Kleinkrediten unterstützt oder für einen Deutschkurs und noch ein paar andere Projekte wird Geld bereitgestellt. Kleine Summen zwar nur, die aber in der Partnergemeinde große Wirkung zeigen werden. Im November wird es wieder nach Makanya gehen. Wer mit möchte, kann sich jetzt schon bei Sarah Wieck (Tel.: 16487) oder im Pfarrbüro melden. (pz)

Gäste aus der Partnergemeinde zu Besuch in Kühlungsborn - 2016

 

Der neue Pastor mit einer Abordnung zu Besuch

Zu Besuch bei Bürgermeister Reiner Karl

Für zehn Tage war die Abordnung aus Makanya (Tansania) eingeladen worden. Während die beiden Kinder von der Schule betreut wurden, übernahm für den Priester Benedicti Cherumbe die Katholische Kirche die Kosten. Pastor Zaburi Kisimbo, der Nachfolger von Pastor Godson, zeigte sich sehr beeindruckt über die herzliche Aufnahme. Neben Besichtigungen in Kühlungsborn, Rerik, Bad Doberan, Wismar und Schwerin standen immer wieder Einladungen von Gemeindemitgliedern auf dem Programm. Auch wenn es manchmal nicht ganz einfach war, sich zu verständigen, so wurde doch wieder viel diskutiert wie der Kontakt weiter ausgebaut werden könnte.

Erntedankfest

Ein Höhepunkt war sicherlich für die Gäste die Teilnahme am ökumenischen Erntedankgottesdienst und dem anschließenden Fest. Vollgepackt mit Erinnerungen machten sich die Gäste wieder auf den Heimweg. „Tuonane tena hivi karibuni.“ (Mögen wir uns bald wiedersehen). (pz)

500 Kugelschreiber bekamen die Schüler der Grundschule in Makanya

Besuch in Makanya 2015

Ein kurzer Besuch bei Freunden

Freunde sollen sich mindestens einmal im Jahr in die Augen schauen. Kurz entschlossen (eine dreiwöchige Vorbereitungszeit blieb uns übrig) traten Ursula und Manfred Sokolowski, Antje Freyler, Sarah Wiek und ich, alles Mitglieder aus dem Tansaniakreis, die Reise nach Makanya an. Der Flug ging über Zürich nach Nairobi (Kenia) und dann weiter mit einem Überlandbus nach Makanja. Nicht nur auf dem Weg bekamen wir hautnahen Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung. Nach achtstündiger, manchmal halsbrecherischer Fahrt, wurden wir von vierzig Schülern und dem Gemeindechor bei gut 30 Grad in der Sonne begrüsst. Diesmal ging es in Privatquartiere. Pastor Godson Mshana hat dafür Familien aus der Gemeinde ausgesucht. Eher unüblich in dieser Gemeinde, da diese ein Hostel (kleine bescheidene Übernachtungsherberge) besitzt. Die Menschen vor Ort leben noch in sehr einfachen Unterkünften. Ziel des Besuches war: Die Einrichtung eines kleinen Computerkabinetts für die Kirchengemeinde. Bildungs-und Sprachprogramme auf dem Computer stehen nun den jungen und älteren Nutzern genauso kostenlos zur Verfügung wie das Schreiben von elektronischen Briefen (Mails). Für die Nutzung des Internets wird eine kleine Gebühr erhoben. Sarah Wiek, die von Haus aus technische Kenntnisse mitbringt, hat dieses Projekt vom Einkauf bis zur Installation begleitet. Zum Glück flogen noch Celine Engel und Felicitas Borchert mit, so konnte die ganze Technik einschließlich Gastgeschenke aus Deutschland mitgebracht werden. Jeder hat ein Freigepäck von 46 kg.Weiter wurden Gespräche mit dem Frauenkreis geführt, der sich auch eine Partnerschaft mit unserem Frauenkreis vor Ort wünscht. Wie diese aussehen soll, das wollen sie von Kreis zu Kreis selbst beschließen. Die Erfahrung sagt uns: Nur durch persönliche Kontakte, auf welche Weise auch immer, kann man den jeweils Anderen mit seiner Kultur und seinen Gedanken verstehen. Inzwischen wurden zwei Projekte abgeschlossen, die unsere Gemeinde durch Spenden finanziell mit unterstützt hat, das Wasser – und das Computerprojekt. Ein Dank geht hier an die, die vor Ort gespendet haben und auch an die Landeskirche, die finanziell mit im Boot war. Wer noch mehr über die Reise Tansania/Kenia hören möchte, über Begegnungen in Schulen, in anderen Kirchengemeinden, den laden wir gern zu unserem Vortragsabend in die Pfarrscheune ein. (Zeit und Ort werden rechtzeitig bekannt gegeben.) mb

Partnergemeinde Tiel (Niederlande)
Seit über 20 Jahren besteht diese Partnerschaft zu reformierten und der lutherischen Gemeinden in Tiel (Niederlande).
Gemeinsame Camps, Gemeinde- und Chortreffen, aber auch persönliche Freundschaften haben die Partnerschaft zu einer echten Bereicherung des Gemeindelebens werden lassen.