Partnergemeinden

Partnerbeziehung nach Makanya (Tansania)

Partnerschaftstreffen Makanya (Tanzania) November 2017
Ein kleiner Erlebnisbericht von Antje Freyler und Matthias Borchert

Wir sitzen im Aufenthaltsraum. Gerade regnet es. Alle Fenster sind geöffnet. Gefühlte 29 Grad und eine hohe Luftfeuchtigkeit umgeben uns. Gedanken sind schwer zu fassen. Eine Fülle von erlebnisreichen Tagen liegt hinter uns. Bald geht es wieder nach Hause. Der Abschied wird uns schwer fallen. Zu intensiv sind die Eindrücke.

Auf der einen Seite die grosse Armut und Einfachheit im Leben der Menschen hier vor Ort. Auf der anderen Seite die Fröhlichkeit, die menschliche Offenheit und Freude um die kleinen Dinge. Aber das nicht genug. Die Menschen hier stecken voller Hoffnung. Und wenn es scheinbar für uns nur Träume sind. Da steht unsere Gruppe aus Antje und Udo Freyler, Sereto (guter Freund und Dolmetscher aus Nairobi) und Matthias Borchert inmitten einer Steppenlandschaft. In der Ferne sehen wir eine kleine Schule (vier Wände, eine Blechdach und Fensterlöcher) und einige Hütten. Hier an dieser Stelle soll eine Kirche entstehen. Man träumt von einem Zuzug und einem vollen Kirchenraum.

Und tatsächlich. Die Taufzahlen in Afrika steigen stetig, so erzählt man uns. Zwei Gottesdienste konnten wir miterleben. Sonntags um 7 Uhr versammelten sich über 500 Christen. Um 10 Uhr dann in Makanya 200 Gottesdienstbesucher. Zeit spielt keine Rolle. Sie wissen, dass sie 2,5 h einplanen müssen. Danach gibt es noch Zeit zum Erzählen. Wenn Gäste da sind, gibt es ein gemeinsames Essen. Die Gemeinschaft, dass Singen und Beten stehen im Vordergrund. (Unsere Vorfahren, die von ihrem Glauben begeistert waren, brachten damals das Evangelium nach Afrika. Vielleicht muss es heute umgekehrt sein.)

Antje Freyler hat perfekt diese Fahrt mit Ihrem Mann vorbereitet. Jeder nahm von Ihnen einen zusätzlichen Koffer und maximales Handgepäck mit. Wer dabei an die Tante aus dem reichen Amerika denkt, der liegt hier völlig falsch. Die Menschen spüren es, ob wir als großzügige Geber kommen, oder als Freunde. Eben als Schwestern und Brüder. Freylers Idee war, ein Kinderfest zu organisieren, mit und für die Kinder etwas zu machen und ihnen etwas Gutes dabei tun. Da wurden schon mal eine Nacht davor fast 100 Luftballons für einen Kindergartenraum aufgeblasen. Ohne die spontane Bereitschaft der Kinder, die von der Strasse in unseren Hof schauten, hätten wir dies nie geschafft.

Dieses Zusammensein auf Augenhöhe brachte es ein, auch einmal Dinge anzusprechen, die uns
auffielen.

Da waren Dachrinnen, die kein Wasser mehr aufnehmen konnten. Manche Fallrohre führten das Wasser nicht mehr in die richtige Richtung zur Zisterne. Lösungen wurden gefunden und mit unserer Hilfe mancher Notstand beseitigt. Das Geld für die Toiletten, welches wir mitbrachten, wurde sofort praktisch angelegt. Innerhalb der Woche wurden 4 Türen für die zwei Mädchen – und zwei Jungstoiletten fertiggestellt und eingebaut.

In den 8 Tagen Makanya, so wurde es uns immer wieder von Pastor Zaburi und den Mitgliedern des Partnerschaftskreises bestätigt, steht und fällt für sie eine gute Partnerschaft zuallererst durch das gemeinsame Gebet und eine echte Freundschaft. Die alten Vokabel von Geber und Bittsteller sollten überholt sein.

Vielleicht hat einmal der eine oder der andere Leser dieser Zeilen Lust, mit nach Tanzania zu kommen oder auch in unserem Partnerschaftskreis (Auskunft: Antje Freyler …038293 473216) mitzuarbeiten. mb

Partnergemeinde Tiel (Niederlande)
Seit über 20 Jahren besteht diese Partnerschaft zu reformierten und der lutherischen Gemeinden in Tiel (Niederlande).
Gemeinsame Camps, Gemeinde- und Chortreffen, aber auch persönliche Freundschaften haben die Partnerschaft zu einer echten Bereicherung des Gemeindelebens werden lassen.